Tangermünde - das Rothenburg des Nordens (II)

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Die StadtmauerDie Stadtmauer
Tangermünde ist eine der wenigen Städte in Norddeutschland, deren Mauern auch heute noch fast lückenlos erhalten ist. Sie wurde Ende des 14. Jahrhunderts errichtet, im 18. und 19. Jahrhundert umfassend erneuert und steht auf der Elbseite noch in voller Höhe. Lediglich der hölzerne Wehrgang und die Zinnen fehlen.

Die RossfurtRossfurt mit Elbtor
Wie alle Tangermünder Tore, so war auch die Rossfurt (um 1470) ein Doppeltor. Auf der Innenseite liegt unmittelbar hinter dem Turm, gut geschützt, das kleine Wächterhaus.

Da aber das Haupttor immer wieder vom Hochwasser betroffen wurde, ...

Die Rossfurt... führte man die Stadtmauer hinter dem Turm auf beiden Seiten ca. 40 Meter zurück und errichtete dort ein zweites Tor. Mit ihm überbrückte man gleichzeitig den Hohlweg, der zur Stadt hinaufführt.
Bis vor gut hundert Jahren war die Rossfurt die einzige Auffahrt von der Elbe zur Stadt.

Der BuhnenkopfEin "Buhnenkopf" in der Altstadt
Ja, auch das gibt es in Tangermünde zu entdecken. Ein Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert, regte zu dieser Bezeichnung an, denn es ragt wie ein “Buhnenkopf” in die Strasse hinein.

Das Hühnerdorfer TorDas Hühnerdorfer Tor
Es ist das dritte Tangermünder Stadttor. Von ihm ist nur noch der hohe Turm erhalten. Sein rechteckiger unterer Teil mag um 1300 erbaut worden sein. Im 15. Jahrhundert wurde er in achteckiger Form aufgestockt.

Auf der gegenüberliegenden Strassenseite springen zwei Häuser in die Strasse vor. Schauen sie mal genau hin. Dies sind sogenannte Riegelhäuser, deren Ecken bei der Verteidigung als Schulterwehren dienten.

Die Pfarrkirche St. StephanPfarrkirche St. Stephan
Die Stephanskirche dürfte die älteste Kirche der Altmark sein. Ihr Name lässt vermuten, dass an diesem Ort schon zu karolingischer Zeit eine Kirche des Bistums Halberstadt gestanden hat. Auf der Nordseite kann man den Rest einer romanischen Basilika erkennen. Die Fenster der Südseite zeigen hochgotisches Sandsteinmaßwerk in der Art des Kölner Domes. Von besonderer Schönheit ist auch das spätgotische Portal des Südkreuzes mit seinen Fischblasenmotiven. Kostbarkeiten innen: Sandstein- kanzel von 1619, Orgel von 1624 aus der Werkstatt von Hans Scherer in Hamburg, Bronzener Taufkessel von 1508 von Heinrich Mente aus Braunschweig

 

 

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